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ROI im Sponsoring messen: Das pragmatische Evaluationsmodell aus der Praxis

Autorenbild: Markus Föhn
Markus Föhn
13. Okt.
2 Min. Lesezeit

«Wie messe ich den Erfolg meines Sponsorings?» – Diese Frage stellen mir Sponsoren und Sponsoringnehmer gleichermassen. Und die ehrliche Antwort ist: Exakt messen lässt sich Sponsoring selten. Aber pragmatisch bewerten – das geht immer.

Aus meiner Praxis habe ich ein Evaluationsmodell entwickelt, das in der Realität funktioniert: ohne teure Marktforschung, ohne Doktortitel, aber mit echter Aussagekraft.

Die drei Ebenen der Sponsoring-Evaluation

Ich unterscheide drei Ebenen: Output, Outcome und Impact.

Ebene 1: Output (Was wurde geliefert?)

Output ist das, was messbar und direkt zählbar ist:

  • Anzahl Logos auf gedruckten Materialien (Plakate, Programme, Banner)

  • Website-Besuche auf Seiten mit Sponsor-Nennung

  • Social-Media-Reichweite (Impressionen, Engagements bei Posts mit Sponsor-Tag)

  • Anzahl Erwähnungen in Presseberichten

  • Besucherzahl des Events

  • Anzahl verteilter Produktproben oder gesammelter Leads

Output ist einfach zu erheben und für Abschlussberichte unerlässlich. Aber er sagt noch nichts über Wirkung aus.

Ebene 2: Outcome (Was hat es bewirkt?)

Outcome ist schwerer zu messen, aber näher an dem, was Sponsoren wirklich wollen:

  • Bekanntheitssteigerung (Vorher-Nachher-Befragung, wenn machbar)

  • Markenwahrnehmung: Wie haben Eventbesucher den Sponsor wahrgenommen?

  • Leadqualität: Wer hat sich am Stand des Sponsors eingetragen?

  • Umsatz aus Event-Leads (falls tracebar)

Für kleinere Projekte reicht eine einfache Besucherbefragung am Event: «Kennen Sie diese Marke?» Bevor und nachher gemessen, gibt das ein aussagekräftiges Bild.

Ebene 3: Impact (Welchen langfristigen Wert hat es geschaffen?)

Impact ist der langfristige, strategische Wert: Imagegewinn, dauerhafte Zielgruppenverankerung, Vertrauensaufbau. Dieser Wert ist am schwersten zu messen, aber oft der wichtigste.

Mein pragmatischer Ansatz: Lassen Sie die Menschen sprechen. Sammeln Sie Stimmen von Eventbesuchern über den Sponsor. Nutzen Sie diese O-Töne im Abschlussbericht.

Der Abschlussbericht als Evaluationswerkzeug

Jeder Sponsoringnehmer sollte nach dem Event einen Abschlussbericht erstellen. Dieser enthält: Besucherzahlen, Medienresonanz, Social-Media-Auswertung, Fotos mit Sponsor-Sichtbarkeit, und – falls möglich – Besucherstimmen.

Der Bericht wird dem Sponsor innerhalb von 4 Wochen nach dem Event zugestellt. Das ist keine Selbstverständlichkeit – aber es ist der effektivste Weg, eine Verlängerung zu sichern.

Was Sponsoren wirklich wollen

Die ehrlichste Aussage aus meiner Swisscom-Zeit: Wir wollten keine perfekten Zahlen. Wir wollten sehen, dass jemand sich Gedanken gemacht hat. Dass man unsere Investition ernst nimmt. Ein durchdachter Abschlussbericht – auch mit bescheidenen Zahlen – war wertvoller als eine schöne Broschüre ohne Substanz.

Möchten Sie lernen, wie Sie Ihr Sponsoring professionell evaluieren und dokumentieren? Das ist Teil meiner Beratungsmandate – sprechen Sie mich an.

 
 
 

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