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Warum 80% aller Sponsoring-Anfragen scheitern – und wie man es besser macht

  • Autorenbild: Markus Föhn
    Markus Föhn
  • vor 11 Minuten
  • 2 Min. Lesezeit

Aus meiner Erfahrung auf beiden Seiten des Sponsoring-Tisches kann ich sagen: Rund 80 Prozent aller Anfragen, die bei Unternehmen ankommen, werden abgelehnt. Nicht weil die Projekte schlecht sind. Sondern weil die Anfragen schlecht gemacht sind.

Fehler 1: Die Anfrage kennt den Sponsor nicht

Die häufigste und schwerwiegendste Schwäche: Die Anfrage ist unpersonalisiert. Sie könnte an jeden verschickt worden sein. Keine Referenz auf das Unternehmen, keine Verbindung zur Markenstrategie, keine Erwähnung, warum genau dieser Sponsor zum Projekt passt.

Sponsoring-Manager merken das sofort. Und sie reagieren mit Ablage.

Fehler 2: Kein klares Nutzenversprechen

Die Anfrage erzählt ausführlich vom eigenen Projekt – seiner Geschichte, seinen Teilnehmern, seiner Bedeutung. Aber sie beantwortet nicht die entscheidende Frage des Sponsors: Was habe ich davon?

Jede Sponsoring-Anfrage muss klar formulieren: Welche Reichweite biete ich? Welche Zielgruppe? Welche Gegenleistungen konkret? Was passiert mit dem Geld?

Fehler 3: Zu spät gefragt

Viele Anfragen kommen dann, wenn das Projekt bereits in zwei Monaten stattfindet. Für ein grosses Unternehmen ist das unmöglich: Budgets sind geplant, Freigaben brauchen Zeit, Verträge müssen geprüft werden.

Die Faustregel: Grosse Sponsoren brauchen 6–12 Monate Vorlauf. Kleine lokale Unternehmen manchmal weniger – aber 4–6 Wochen sind das absolute Minimum.

Fehler 4: Falsche Ansprechperson

Die Anfrage landet bei der Empfangsdame, beim CEO oder bei einer allgemeinen info@-Adresse. Nicht bei der Person, die tatsächlich über Sponsoring-Budgets entscheidet.

Recherchieren Sie, wer im Unternehmen für Kommunikation, Marketing oder Sponsoring zuständig ist. LinkedIn hilft dabei enorm. Eine persönlich adressierte Anfrage hat deutlich höhere Chancen als eine, die im allgemeinen Posteingang versickert.

Fehler 5: Keine Nachfassung

Viele Sponsoringnehmer verschicken die Anfrage – und warten. Und warten. Und hören nie etwas.

Ein einmaliges, respektvolles Nachfassen nach 10–14 Tagen ist legitim und oft entscheidend. Nicht als Druck – sondern als Signal, dass Sie es ernst meinen.

Wie es besser geht

Gute Sponsoring-Anfragen sind kurz, klar und auf den Punkt. Sie sprechen den Sponsor namentlich an, erklären in zwei Sätzen, warum das Projekt zur Marke passt, und nennen konkrete Gegenleistungen. Sie haben eine übersichtliche Offerte als Anhang – nicht 20 Seiten, sondern 4–6.

Und sie kommen rechtzeitig.

Sie möchten wissen, wie Ihre aktuelle Anfrage wirklich wirkt? Im Potenzialcheck analysiere ich Ihre Unterlagen und gebe Ihnen konkretes Feedback.

 
 
 

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